Mit.Sprache

Eine Kampagne des Tiroler Integrationsforums zum Jahresschwerpunkt Deutscherwerb

Das Tiroler Integrationsforum hat sich für 2021 das Thema „Deutscherwerb“ als Schwerpunkt gesetzt und wird dazu einmal im Monat einen Beitrag veröffentlichen. Ganz verschiedene Aspekte des Deutschlernens sollen dabei beleuchtet werden und Menschen zur Sprache kommen, für die dieses Thema im Leben eine wichtige Rolle spielt.
Deutschkenntnisnachweise wurden in den letzten Jahren zunehmend als zentrales Steuerungsinstrument in der Integrationspolitik eingesetzt. Mindestsicherung, Staatsbürgerschaft, Aufenthaltsgenehmigung, AMS – überall müssen formale Nachweise über ein bestimmtes Deutschniveau erbracht werden. Wer das nicht innerhalb einer bestimmten Zeit schafft, muss mit Sanktionen rechnen, die bis zum Verlust der Aufenthaltsgenehmigung führen können.
Doch der Deutscherwerb verläuft oftmals nicht linear und nicht nach einem vorgegebenen Zeitplan. Er ist vielfältig, von zahlreichen Faktoren abhängig und individuell sehr verschieden. Zwang und Druck sind dabei meistens hinderlich. Förderlich hingegen sind positive Begegnungen mit deutschsprechenden Menschen.
Die Praxis zeigt: Es gibt sehr viele verschiedene Wege Deutsch zu lernen. Nicht nur den einen über Kursbesuche und Prüfungen. Es ist auch möglich, sich ohne bestandene Deutschprüfung gut im Alltag zurechtzufinden.

Im Laufe des Jahres findet ihr hier dazu ganz unterschiedliche Beiträge. Seid gespannt!

Mit.Sprache #5 Patenschaftsangebot Ertebat

Geflüchtete zusammen. Die Patenschaftstandems verbringen Freizeit zusammen. Es geht darum, einen Einblick das Leben der jeweils anderen Person zu bekommen und daran teilzuhaben. Für die jungen Menschen, die aus verschiedenen Ländern nach Österreich geflüchtet sind, ist es auch eine Gelegenheit, in einem ungezwungen Setting die Sprache, die sie lernen, zu verwenden – ohne sich vor Fehlern oder gar Benotung gehemmt zu „fürchten“.

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Mit.Sprache #4 Deutsch ist schwer

In der Wohngruppe yo!vita des Roten Kreuzes Tirol, finden bis zu 20 unbegleitete geflüchtete Minderjährige zwischen 15 und 18 Jahren aus verschiedenen Nationen der Welt einen sicheren Ort. Die Jugendlichen werden bis zu ihrem Auszug professionell und umfassend begleitet und unterstützt.

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Mit.Sprache #3 Gewalt(schutz) hat viele Sprachen.*

Und eine davon ist deutsch. Egal welche Sprache eine gewaltbetroffene Frau auch spricht, sie hat ein Recht auf Schutz und Sicherheit. Um der Sprachenvielfalt gerecht zu werden, hat das Frauenhaus Tirol bei Bedarf die Unterstützung von über 100 Dolmetscherinnen, die zusammen in über 30 Sprachen übersetzen können.

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Mit.Sprache #1 von Beziehungsweise lernen

Wenn Deutschlernende gefragt werden, mit wie vielen Menschen sie befreundet sind, die deutsche Erstsprache sprechen, kommt meistens die Antwort: mit Niemandem. Das bedeutet, dass zwischen Einwander*innen und Einheimischen keine bis wenige Kontakte existieren. So sieht derzeit die Realität aus – eigentlich bitter und inakzeptabel.

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